Youngtimer–Tipps für Kauf und Verkauf
admin 13. Dezember 2011
Anders als Oldtimer, die Großvaters Augen nostalgisches Funkeln entlocken, bieten Youngtimer auch Mid-Age Autoliebhabern ein gutes Stück Erinnerung an die vergangene Jugend. Ein Mercedes Baujahr 1956 mag ein schickes Objekt sein, in einem Youngtimer Baujahr ‘89 aber, sind noch echte Erinnerungen verankert. Wer einen Youngtimer verkaufen oder kaufen möchte, sollte jedoch einiges beachten.

Fotoquelle: © Jan von Bröckel / pixelio.de
Der große Vorteil an Youngtimern, die fünfzehn bis dreißig Jahre auf den Rädern haben, ist die Alltagstauglichkeit, die bei kostspieligen teuren Fahrzeugen der Nachkriegszeit einfach nicht gegeben ist. Oft aus der Not heraus, entscheiden sich zwar viele für den Kauf eines günstigen, “älteren” Fahrzeugs, aber geht man ganz gezielt auf die Suche nach einem bestimmten Model, beispielsweise einen Golf I, in dem man seine Jugendliebe ausfuhr, oder einen Nissan Sunny, mit dem man den ersten Urlaub in Spanien erlebte, sollte die erste Anlaufstelle einer der zahlreichen Youngtimer-Clubs in Deutschland, Österreich oder der Schweiz sein. Nicht, um dort ein Fahrzeug zu erstehen, sondern um sich wertvolle Tipps von Sachverständigen zu holen, bevor man möglicherweise Geld in einen heruntergefahrenen Gebrauchtwagen investiert.
Youngtimer im original Erscheinungsbild kaufen
So ist vor allem darauf zu achten, dass der Youngtimer in möglichst originalem Erscheinungsbild erstanden wird, da Umbauten vielleicht notwendige Reparaturen noch aufwendiger und kostenspieliger machen können. Ein gepflegtes Scheckheft ist hier Gold wert und gerade, wenn die nötige Sachverständnis fehlt, zahlt sich auch das Zuziehen eines Gutachters aus, um anfallende Kosten besser kalkulieren zu können. Einer falschen Angabe der Laufleistungen und Rostbildung an schwer einsehbaren Stellen kommen potenzielle Käufer somit auf die Schliche.
Beschaffung der Ersatzteile bedenken
Ein weiterer Punkt, der beim Kauf eines Youngtimers häufig zu Missverständnissen führt, ist der, dass seltener nicht gleich besser ist, denn seltene Fahrzeuge mögen sich in einigen Jahrzehnten profitabler weiterverkaufen lassen, aber der Gewinn fällt niedriger aus, rechnet man die Reparaturen für schwer erhältliche Ersatzzeile ein. Lohnender ist die Investition in ein fahrbereites, gut gewartetes Original-Fahrzeug das – wie beispielsweise ein Mercedes 190 – in hoher Stückzahl abgesetzt wurde und über einen lebendigen Ersatzteil-Markt verfügt.